Utopiastadt / Clownfisch — MODELLPROJEKT ZEIGT QUARTIERSENTWICKLUNG IN ZEITEN DES DIGITALEN WANDELS

MODELLPROJEKT ZEIGT QUARTIERSENTWICKLUNG IN ZEITEN DES DIGITALEN WANDELS

MODELLPROJEKT ZEIGT QUARTIERSENTWICKLUNG IN ZEITEN DES DIGITALEN WANDELS

Vor 18 Monaten fiel der Startschuss für das Modellprojekt »Bürger vernetzen Nachbarschaften. Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel« der Quartiersakademie Nordrhein-Westfalen.  Die Landesregierung rief Vereine, Initiativen und Gruppen aus dem bürgerschaftlichen Engagement  dazu auf, sich als Pioniere mit der Vernetzung von Nachbarschaften zu beschäftigen.  Hierzu gehört auch, digitale Hilfsmittel zu testen und in der Praxis anzuwenden.

An dem Modellprojekt nahmen 14 Bürgerwerkstätten teil, die hinsichtlich ihrer thematischen Schwerpunkte nicht unterschiedlicher hätten sein können: Von Flüchtlingsarbeit und dem Versuch der Inklusion von Menschen mit Handicaps für barrierefreie Stadtteile bis hin zu neuen Grünflächenkonzepten und Modellen zur Nachbarschaftshilfe war alles vertreten. Trotz der hohen Varianz der thematischen Ausrichtungen zeigte sich, dass alle Bürgerwerkstätten im Alltag mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert werden. Das »Von- und Miteinanderlernen« ist daher zum Leitmotiv des gesamten Modellprojekts geworden.

Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse des Modellprojekts, dass erfolgreiche Quartiersbildungen in Städten und ländlichen Regionen nur dann gelingen, wenn bürgerschaftliche Initiativen und Verwaltungen Hand in Hand arbeiten. Hierzu gehört nicht zuletzt Kooperationsformen und die Organisation der täglichen Arbeit zu vereinfachen, sprich sämtliche Abläufe und Prozesse an die heute verfügbaren technologischen und kommunikativen Standards anzupassen. So wichtig das Gespräch mit den Menschen vor Ort ist (und bleiben wird), so niederschwellig und unkompliziert muss auch die »regionsübergreifende Kommunikation« werden, um auch jene Menschen erreichen zu können, die nicht zwangsweise dort wohnen, wo sie aufgewachsen und verwurzelt sind. Zentrale Hypothese des Modellprojekts war folglich, dass die zunehmende Nutzung digitaler Informations- und Kommunikationsmittel, wie wir sie aus unserem eigenen Alltag kennen, auch die Zukunft bürgerschaftlichen Engagements positiv beeinflussen kann – sofern sie denn richtig eingesetzt wird.

Auf Basis dieser Ausgangshypothese wurden die Bedürfnisse der 14 teilnehmenden Bürgerwerkstätten analysiert.  In Zusammenarbeit mit der Kommunikationsberatung IFOK entwickelte das Design Research Lab der Universität der Künste Berlin daraufhin passgenaue Schulungen, Workshops und digitale Werkzeuge, die sich primär auf kommunikative und organisatorische Bedarfe ausrichteten, denn – so zeigte die Analyse: Vor allem in den Bereichen Projektmanagement, Öffentlichkeitsarbeit, der Gewinnung weiterer Mitglieder sowie in der Verbreitung der Medienkompetenz mangelte es fast allen Bürgerwerkstätten an Kompetenz. Ziel war es somit, jeder Bürgerwerkstatt einen individuellen Werkzeugkoffer bereitzustellen, der den Herausforderungen vor Ort mit digitalen Hilfsmitteln begegnet.

Darüber hinaus bestätigte das Modellprojekt die Annahme, dass neben der Bereitstellung von digitalen Hilfsmitteln auch das Gewinnen und Vernetzen von Partnern aus Kommunalpolitik und Zivilgesellschaft essentiell wichtig ist für die erfolgreiche und nachhaltige Entwicklung von Projekten und Initiativen in Stadtteilen und Quartieren.  Vor diesem Hintergrund stellte sich der Koordinierungskreis der Quartiersakademie als voller Erfolg heraus. Zu ihm gehören neben zentralen Spitzenverbänden auf Landesebene auch ein eigens gegründeter Beirat aus Vertretern und Vertreterinnen der Kommunen, der Wohnungswirtschaft, des bürgerschaftlichen Engagements und weiteren Akteuren. In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Bürgerwerkstätten vor Ort tragen all diese Akteure gemeinsam zum Erfolg der Quartiersarbeit bei.

Im Rahmen des Modellprojekts sind zwei Broschüren entstanden, die das Modellprojekt inklusive der 14 Bürgerwerkstätten vorstellen und sich darüber hinaus auch als »Anleitung zum Nachmachen«  verstehen. Die Broschüre »Bürger vernetzen Nachbarschaften – Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel. Gemeinsam.digital.Vernetzt.« des IFOK richtet sich an Kommunen in NRW. Die Broschüre »Quartiersentwicklung nutzt digitalen Wandel – Arbeitshilfen für Bürgerwerkstätten in NRW« richtet sich mit konkreten Hilfestellungen zu digitalen Tools an Bürgerwerkstätten.

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