Projekte und Forschung

Utopiastadt
Empirische Forschung

Angesichts leerer kommunaler Kassen wird der kulturelle Bereich der Gesellschaft immer mehr beschnitten und Kulturetats fallen dem Konsolidierungswillen der Politiker zum Opfer. Kurzfristige wirtschaftliche Interessen stehen im Vordergrund gesellschaftspolitischer Entscheidungen. Die Unterstützung von Kreativen und somit von Innovationspotential der gesamten Gesellschaft, wird als freiwilliger Förderbereich angesehen, immer mehr beschnitten und die Kulturförderung immer mehr der Eigenverantwortung der Gesellschaft und dem Engagement der Kreativen selbst überantwortet. Hat die Kultur und Kreativität als zentraler Pfeiler unserer Gesellschaft ausgedient? Gilt es nicht gerade jetzt im Strukturwandel die kreativen Räume zu öffen, um auch langfristig kreatives Potential an unsere Standorte zu binden?

»[Es gilt] Kultur- und Kreativwirtschaft als Querschnittsbranche zu begreifen, die sektorenübergreifende Spillover-Effekte generiert und eine Umfeldbedingung für Innovationskraft und wirtschaftliche Prosperität darstellt.«

Zitat aus: »Innovationsökologien. Vier Szenarios für die Kultur- und Kreativwirtschaft in NRW 2020« | »1. Kultur, Kreativwirtschaft und Politik« von Holm Friebe und Bastian Lange

 

 

UTOPIA VERORTEN

Ab 2011 wird es Zeit diesem virtuellen und visionären Ort »Utopiastadt« einen fassbaren Raum zu geben – eine Art Experimentierlabor, vernetzt mit seinem kulturellen Umfeld, an dem Utopien konkretisiert und realisiert werden. Dabei stehen visionäre Ideen und gesellschaftliche Grundüberlegungen ebenso im Vordergrund, wie lokal und überregional fassbare Projekte und die konkrete Vernetzung von Kreativen, Industrie und Gesellschaft.

Utopiastadt ist ein Kunst- und Kreativkluster. Es ist die Initialzündung eines andauerden Kunst-, Kultur- und Gesellschaftskongresses mit Ambitionen und Wirkung.

Stück für Stück bauen wir »Utopiastadt« in Kooperation mit Kunst- und Kultureinrichtungen, freien Künstlern, Bildungseinrichtungen, NGOs (Nicht-Regierungs-Organisation) und der Industrie auf. In der 2½-jährigen Startphase wächst das Netzwerk aus Kreativen, Institutionen und Machern in den Bahnhof hinein. Währenddessen entsteht ein kreatives Dorf zum Teil in Form von temporärer Architektur, z.T. im bestehenden Gebäude und schafft erste Atelier- und Arbeitsplätze. Dabei dienen die Bestandsgebäude als Kristallisationspunkt und bieten mit stetem Wachstum der »Utopiastadt« immer mehr »open spaces«, Gemeinschaftsbereiche wie Gastronomie, Bibliothek und gemeinsame Präsentationsflächen für »coworking« und »coshop«, »fablabs«, sowie Atelier- und Agenturräume an.

Aktuelle Projekte

  • Tal.so DIE SUCHMASCHINE
    Tal.so ist ein soziales Entwicklerprojekt und versucht lokale Themen aus Wuppertal einfacher recherchierbar zu machen. Das Projekt befindet sich im Aufbau und ist mit einer Beta-Version inzwischen online. Um Feedback wird gebeten. Welche Suchen sind erfolgreich? Welche nicht? Welche Seiten gehören unbedingt in die Datenbasis?
  • Offener Haushalt Wuppertal VISUALISIERUNG DES WUPPERTALER HAUSHALTES
    Wie kann man die Datenmengen eines städtischen Haushaltes so aufbereiten, dass sich auch engagierte BürgerInnen einen Überblick verschaffen können? Wie kann man mit den vorhandenen Daten in der Finanzpolitik einer Stadt mehr Transparenz schaffen? Ein Kooperation zwischen /dev/tal e.V. und dem Kompetenzzentrum Bürgerhaushalt in Utopiastadt..
    >> http://opendata.devtal.de/
  • StadtWiki Wuppertal Als unabhängige Initiative bauen wir eine Online-Community auf, die für alle Zukunftsprojekte in Wuppertal die gegenseitige Information, Unterstützung und Vernetzung bereitstellen kann. Vereine, Initiativen, Unternehmen, Institutionen und Kommunalpolitik in Wuppertal sind bislang nur verstreut im Internet zu finden. Das »StadtWiki« schafft Beziehungen zwischen den Akteuren und Aktionen, fördert den gesellschaftlichen Dialog, liefert Erstinformationen und Hintergrundmaterialien. Denn alle BürgerInnen dürfen mitwirken und sich einbringen. Alle Zugänge sind offen; die zu Grunde liegende Wiki-Software ist voraussetzungslos zu bedienen, wie die »Wikipedia«. Beispielsweise kann über das »StadtWiki« Hilfe für die Durchführung einer Informationsveranstaltung angefragt werden. Aktive in den verschiedenen Stadtteilen können gemeinsam Projekte bearbeiten, Tipps austauschen und sich koordinieren. Was die Fachleute wissen, steht allen zur Verfügung; was Betroffene an Ideen entwickeln, kann z.B. von der Stadtverwaltung oder Unternehmen direkt aufgegriffen und abgesprochen werden. Das »StadtWiki Wuppertal« realisiert die Vorteile einer digitalen Gemeinschaft für Stadtentwicklungsprozesse mit kontinuierlicher Bürger-, Wirtschafts- und Politikbegleitung. Die personellen und technischen Ressourcen sind da.
    >> https://haushalt.wuppertal.de/dito/explore?action=basearticleshow&id=350#topic
  • FabLab Im Moment arbeiten in Utopiastadt verschiedene Gruppen an der Realisierung von offenen Werkstätten. Langfristig geplant sind Grobwerkstätten mit Hobelbank, Radialbohrmaschine und professionellen Arbeitsbänken für Holz und Metallverarbeitung aber auch Feinwerkstätten, in denen 3D-Drucker, Cutter und Plotter zu finden sein werden. info@utopiastadt.eu
  • coworking Neue Arbeitsformen in einer sich verändernden Arbeitswelt. Kollaboration und informelle Lernprozesse als Qualität von Arbeitsplätzen. Eine Kooperation zwischen clownfisch und der Coworking Initiative Wuppertal.
    Weitere Informationen über die Coworkingplätze in Utopiastadt findet man hier:
    >> https://www.clownfisch.eu/utopia-stadt/coworking-space/
  • Mirker Quartier Das Mirker Quartier in der Elberfelder Nordstadt, welches seine noch nicht schlussendlich definierten Grenzen an der Hochstraße, der Gathe und bis in den Mirker Hain sieht, zeichnet sich durch einen hohen Anteil an bürgerschaftlichen und kulturellen Projekten aus. In kaum einem anderen Quartier in Wuppertal trifft man auf so viele kulturelle und ehrenamtliche Projekte wie hier. Es gilt also das Quartiersprofil in die Stadt und auch darüber hinaus zu schärfen. Prägend sind hier neben Utopiastadt, das ADA, die Feuerwache, das Autonome Zentrum, die Hebebühne, das Taltontheater, die OLGA, diverse Kneipen, Vereine und religiös motivierte Träger. Das von Utopiastadt initierte FORUM:MIRKE bringt dazu etwa vierteljährlich die Akteure zusammen und hat so einen generellen Entwicklungsprozess für das gesamte Quartier angestoßen. info@utopiastadt.eu
  • Stadtentwicklung Wuppertal IIm Moment entstehen eine Reihe von Entwicklungs- und Handlungskonzepten für die Stadt Wuppertal bzw. die Region. So z.B. das »Bergisch.project« der Universität Wuppertal, Das »Leitlinien Wuppertal 2025« Konzept der Stadt Wuppertal oder 2011 das regionale Standortkonzept »zukunfthoch3« für das Bergischen Städtedreieck. Utopiastadt engagiert sich in den jeweiligen Prozessen oder Konzeptentwicklungen und trägt so auch auf städtischer und regionaler Ebene zur Entwicklung der Region bei. info@utopiastadt.eu
  • Leben Lärmt Sensibilisierung des öffentlichen Raums. Diskurs, Verständigung und Auseinandersetzung zwischen Nutzern, Gastronomen und Anwohnern.
    Weitere Infos unter info@utopiastadt.eu
  • Kultur- und Kreativwirtschaft Bergisches Städtedreieck Diese Branche besteht oft aus Einzel- oder Kleinstunternehmen. Es ist eine Branche, die in jeder anderen tätig ist, die sozusagen alle anderen Branchen zwangsläufig miteinander vernetzt und trotzdem selbst oft nur als Randerscheinung wahrgenommen wird. Woran liegt das? Wer sind die Akteure? Und wo geht diese Querschnittsbranche in Zukunft hin? Fragen wie diese sind für Utopiastadt vor allem interessant, da durch das hohe Innovationspotential dieser Branche, weit über dessen Grenzen hinaus, Übertragungseffekte und Synergien mit allen in Verbindungen stehenden Branchen erzeugt werden — das führt bis zur Gesundheits- oder Baubranche. Weitere Infos unter info@utopiastadt.eu
  • Mobilität Direkt an der »Nordbahntrasse« gelegen beschäftigt sich Utopiastadt naturgemäß mit dem Fahrrad als Fortbewegungsmittel. Dazu gibt es verschiedene Projekt u.a. das Fahrrad-Reparatur Café, welches jeden ersten Sonntag im Monat stattfindet. Darüber hinaus gibt es seit Anfang des Sommers einen kostenlosen Fahrradverleih und Projekte, die sich mit der Anbindung an den ÖPNV und Aufbereitung von Daten zur Verbeserung der Infrastruktur beschäftigen, wie z.B. das Projekt »Schleichwege durch Wuppertal«, die ÖPNV-App oder das Projekt »Schweberingbahn«. Weitere Infos unter info@utopiastadt.eu
  • Wertschöpfungsnetzwerke

28.08.17 | 19:00 | Verabschiedung von Panagiotis Paschalis und Franziska Fischer

02.09.17 SCIENCE SLAM WUPPERTAL

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