Utopiastadt

UTOPIASTADT
clownfisch statementmagazin – issue 5

Wir sind geworfen in eine Welt unserer Vorgänger, die ständig von wirtschaftlichen Optimierungszwängen bestimmt wird und sich immer wieder behaupten muss – zwischen den Ressourcen, die uns noch bleiben und den Zielen, die wir uns setzen. Ein Balanceakt, der kaum komplexer und weltumspannender sein könnte. Es geht um die Prozesse, die das Bild von morgen zeichnen. Welche Parameter und Richtlinien legen wir an, um Entscheidungen für die Zukunft zu treffen? Wer definiert diese oder von wem werden sie diktiert? Wie weit reichen die Überlegungen hinter den Entscheidungen der Konzerne, der Regierungen, der Kommunen und jedes Einzelnen? Wie transparent sind die Abläufe zwischen den einzelnen Knotenpunkten, wenn schon Computerprogramme die Antwort des Menschen in die Formulierung der Frage mit einbeziehen, um die gewünschte Reaktion auslösen zu können? Gibt es eine Entscheidungsfindungsmoral?

In was für Städten wollen wir leben? Ist Kultur ein Standortfaktor für Wirtschaftsansiedelung oder ist eine florierende Wirtschaft der Weg zur Kultur? Nur noch am Markt gut positionierte Konzerne haben die finanziellen Mittel, die verödeten Flächen ihres Schaffens wieder zu kultivieren. In wie weit beeinflusst uns das Klima der Ozeane? Wie viel Plastikmüll könnte man dort finden, Kunstfaser daraus weben und Kleidung herstellen? Was hinterlassen wir als Vorgänger den nächsten Geworfenen?

In manchen Menschen pulsiert ein Mitgestaltungswille, ein Bedürfnis die Dinge nicht so hinnehmen zu müssen, wie sie sind. Nach der Erkenntnis, dass ein Geworfensein zwar den Ausgangspunkt ausmacht, aber der Weg danach auch immer in Stücken ein selbst gewähltes Schicksal ist, stehen uns die Utopien dieser Welt offen. Es ist möglich die gegenwärtige Situation in Richtung einer selbsgewählten Zukunft zu lenken.

In der fünften Ausgabe des clownfisch statementmaganzins laden wir dazu ein, die Utopien unsere Zeit und deren Umsetzugnsansätze zu zeigen. Wie sehen die konkreten Utopien aus? Wo stehen wir? Welche Ansätze haben eine Testphase erreicht oder bereits punktuelle Anwendung gefunden? Wir suchen Bilder, Illustrationen und Texte für das Magazin. Aus künstlerischem, wissenschaftlichem, wirtschaftlichem, sozialem oder politischem Kontext.

clownfisch ist neue Kultur, ein Netzwerk, das regionale, nationale und internationale Künstler und Kulturschaffende vereint und für medienübergreifende und grenzüberschreitende Projekte, Ideen und Visionen steht. In regelmäßigen Abständen stellen wir ein Thema und rufen Autoren aller Genre dazu auf, sich in ihrer Sprache zu äußern – seien es Bilder, Töne, Texte oder Bewegungen. Es entsteht eine hochwertige Publikation – das clownfisch Magazin. Es liegt als »gedruckte Ausstellung« in Cafés, Galerien, Clubs, Plattenläden, Museen, Theatern sowie Kinos kostenlos aus und schafft somit einen Diskurs im öffentlichen Raum. Jeder kann sich beteiligen, äußern, mit uns Ideen entwickeln, Projekte vorstellen und umsetzen. Ziel ist es, die Macher, Utopisten und Akteure zu fördern, junge Autoren zu unterstützen, neue Verknüpfungen zwischen ihnen sowie verschiedenen Disziplinen zu schaffen und eine mündige und selbstbestimmte kreative Szene zu fordern. Unter www.clownfisch.eu kann sich jede/r mit einem Beitrag für die kommende Ausgabe oder Ausstellung als Autor bewerben.

Utopiastadt am Bahnhof Mirke in Wuppertal

Bereits seid Oktober 2011 entsteht in dem einzigartigen, geschichtsträchtigen Gebäude des Bahnhof Mirke in Wuppertal ein lokales und gleichzeitig überregionales Kultur- und Kreativquartier. Eine Kreativwerkstatt und Experimentierlabor namens »Utopiastadt«. Es geht um Utopien, um visionäre Ideen, um gesellschaftliche Grundüberlegungen, die dort konkretisiert und realisiert werden.
Erstmals sollen neben dem offenen Call zur Beteiligung auch die bisherigen Entwicklungen, Ergebnisse, zukünftige Vorhaben aber auch die Akteure in der inzwischen fünften Ausgabe des clownfisch Magazin präsentiert, disskutiert, beäugt und vorgestellt werden. So entsteht auf der einen Seite eine Publikaton, die konkret über das Projekt »Utopiastadt« berichtet und auf der anderen Seite rufen wir wie gewohnt Autoren aller Genre dazu auf, sich in ihrer »Sprache« zum Thema zu äußern.
Die Ergebnisse werden sowohl im Magazin, welches als gedruckte Ausstellung kostenlos ausliegt, als auch auf den verschiedenen »Liveplattformen«, die clownfisch inzwischen seit mehreren Jahren zur kulturellen Vielfalt dieser Stadt und der Region beiträgt präsentiert.

LIVEPLATTFORM

Parallel zum Magazin bilden die Veröffentlichung jeder Ausgabe, eine große Ausstellung, ein Symposium oder weitere Veranstaltungen aus den Bereichen Tanz, Theater und Musik die Liveplattform. In Kooperation mit lokalen und überregionalen Partnern, sowie unseren Auslagestellen führen wir so bildende Künstler, Fotografen, Designer, Musiker, DJs, Visual Artists, Journalisten und Schriftsteller vor Ort zusammen.

NETZWERK

clownfisch kann dabei auf ein weit verzweigtes Netzwerk von über 250 Kreativen, Soziologen, Pädagogen und Medienwissenschaftlern zurückgreifen. Erfahrene Veranstalter, Kommunikationsdesigner, Techniker, Künstler, Tänzer und Schauspieler engagieren sich seit Jahren gerne und immer wieder und das oft ehrenamtlich, um das Projekt zu unterstützen.

 

Bewerbung

via Mail an redaktion@clownfisch.eu
oder über unser Bewerbungsformular
Und hier die AGBs

 

28.08.17 | 19:00 | Verabschiedung von Panagiotis Paschalis und Franziska Fischer

26.08.17 | 15:30 - 22:00 | Newsides 3.0 – Das Nachwuchsfestival

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